Bettwanzenverstecke

Die Verstecke der Bettwanzen (Bettwanzenverstecke) sind nicht leicht zu finden. Gerade wenn die Bettwanzen frisch eingeschleppt wurden, fällt es schwer die Tiere zu lokalisieren, da Bettwanzen nachtaktiv sind und zwischen den Blutmahlzeiten versteckt leben.

Bei einem großen Bettwanzenbefall sieht die Sache schon einfacher aus. Die Bettwanzen verstecken sich tagsüber unter Tapeten, Sockelleisten, Matratzen, Lattenrost, Bettzeug, aber auch in Leerrohren und Versorgungsschächten, Lichtschaltern, Steckdosen, Möbeln und und und.

Ein eindeutiges Indiz für einen Bettwanzenbefall ist der meist süßliche Geruch im Zimmer des Wirtes. Dieser Geruch ist das Alarmpheromon der Bettwanzen, die dies aussondern wenn Gefahr droht um sich gemeinschaftlich zu sammeln.

Auch Ansammlungen von Bettwanzenkot am Bettwanzenversteck zeigt die Populationsgröße des Bettwanzenbefalls auf.

wanzenkot

Wissenswertes über das Verhalten der Bettwanzen während der Blutmahlzeiten.

Bettwanzen sind temporäre Ektoparasiten mit unvollkommener Verwandlung, die mindestens ein Blutmahl während jedem der fünf Nymphenstadien, sowie mehrere Blutmahle während des Imaginalstadiums zu sich nehmen müssen.

Zwischen den Blutmahlzeiten halten sie sich von ihrem Wirt fern und versammeln sich in kleineren oder größeren Grüppchen (Aggregationen) innerhalb von dunklen Nischen und Ritzen der menschlichen Schlaf – und Wohnräume.

Die Bettwanzen entwickeln und vermehren sich auch in den aggregierten Populationen und setzen ihre Exuvien, Kot und Eier zuunterst ab, während die jüngeren und älteren Nymphen darüber und die geschlechtsreifen Bettwanzen zuoberst geschichtet sind (d.h. ein subsoziales Gefüge). Die Literatur über Anatomie, Physiologie, Ökologie und Systematik der Plattwanzen (Cimicidae) wurde von R.L. USINGER und seinen Mitarbeitern (1966) diskutiert und umfassend dargestellt. (Quelle: http://www.hermann-levinson.de)